Dolomiten 04.06. - 11.06.2011

05 Sep 2011 15:35 #50 von OrgaTeam
Dolomiten 04.06. - 11.06.2011 wurde erstellt von OrgaTeam
Tourbericht Dolomitentour 04.06. – 11.06.2011

Tja, womit fange in nun an? Am besten mal ganz vorne!

Diese Tour war ursprünglich in einem mittlerweile obsoleten Forum ausgeschrieben, aber da sie auch dort schon genug Zuspruch für uns hatte stand sie nicht mehr in unserem neuen Forenzuhause.

Unser Ziel sollte das Grand Hotel Misurina sein, direkt am schönen Misurinasee gelegen in der Gemeinde Auronzo de Cadoro in den Dolomiten.

Die Anfahrt wurde individuell gestaltet, aber am ende sind alle mit PKW und Trailer zum Zielort angereist nur halt zeitlich etwas versetzt da jeder so seine Vorlieben bezüglich der Abfahrtzeit, der Pausen etc. frei geplant hat.

Am Abend des 4. Juni 2011 waren jedenfalls alle gesund und munter am Ziel eingetroffen.

Als da wären; Shorty und Steffi, bmwbiker03 und Petra, Habaschieri und Doris, Tribun und Verena und HeiZi mit mir.

Da wir uns von vorn herein in zwei Gruppen aufgeteilt haben kann ich im Folgenden nur über die Gruppe Shorty/Steffi, bmwbiker03/Petra und meine Wenigkeit und HeiZi berichten.

Nach der allgemeinen Begrüßung stellten wir fest das wir zum Abendessen nicht gemeinsam an einem Tisch sitzen würden da das Hotel jedem Pärchen schon bei der Zimmervergabe einen Tisch zugewiesen hatte der auch durch Schilder auf den Tischen gekennzeichnet sein sollte. (Das machte in diesem ALL IN durchaus Sinn, ihr werdet es später merken)

Das war aber direkt am ersten Abend so gar nicht das was wir eigentlich wollten, also machte sich bmwbiker03 (Klaus) auf den Weg dies zu ändern! Mit seiner charmant vorlauten Klappe hat er das auch so hinbekommen das wir zumindest mit unserer sechser Gruppe an einen Tisch kamen! Prima, Tagesziel erreicht!!
Klaus, Petra, HeiZi und ich saßen schon am Tisch und warteten auf Shorty (Reinhard) und Steffi als sich schon das erste Gefühl breit machte das diese Räumlichkeit aber wohl nicht der gemütlichste Bereich der Bewirtung sein kann. Dies bestätigte sich dann auch als ich einen anderen Bereich aufsuchte um nach unseren vermissten zu schauen. Der zweite Bewirtungsbereich hatte nicht den Charakter einer Wartehalle so wie der wo wir saßen und hier sah ich auch zu allem Überfuß das die Buffets immer wieder aufgefüllt wurden wo hingegen in unserem Raum das Buffet schon arg mitgenommen war.

Na gut, nehmen wir das heute mal so hin. Aber morgen muss das anders sein.

Nach dem Essen gab dann noch mal ein Gespräch mit dem Oberkellner (diesmal führte es aber Shorty) und wir hatten die Zusage dass wir einen Tisch in dem wesentlich angenehmeren Teil bekommen sollten.

Ab dem zweiten Tag klappte das dann auch wir hatten unseren Tisch und unmittelbar neben uns war dann auch der Tisch unserer zweiten Gruppe. Ab hier war es dann auch angenehm dass die Tischvergabe fix war, so hatte man immer zum Frühstück und Abendessen die Gewissheit dass diese beiden Tische nicht anderweitig belegt waren.

Nun, ich schweife wohl schon zu weit ab, eigentlich ging es ja um eine Motorradwoche.

Montagmorgen standen sicher alle voller Euphorie auf in guter Hoffnung einen perfekten Motorradtag zu verbringen.

Leider wurde diese Euphorie während des Tages aber immer wieder ausgebremst.

Nein, nicht durch das fahrerische können eines Teilnehmers sondern durch das Wetter.

Wir fuhren an diesem Tag zwar schöne Strecken, wir haben es sogar geschafft den Falzagero Pass einmal mit trockner Straße zu befahren aber den nächsten Pass dann leider im Regen und anschließend folgte ein starkes Gewitter und das Würzjoch mit gut 2000 Höhenmeter mussten wir dann mit leichten Schnee auf der Straße überqueren. Durch unsere Sprechverbindung hörte ich Heidi nur noch rufen „ich krieg hier gerade Schnappatmung was soll ich hier machen?“
Zu guter letzt kürzten wir ab, nahmen den Falzagero noch mal bei Starkregen Richtung Hotel.

Nach diesem nur zu 98% nach unseren Vorstellungen verlaufenden Tag hatten wir aber einen schönen Abend. Klaus nörgelte penetrant rum das er nicht satt geworden ist, aber nur weil er nicht kapiert hatte das man alle 4 Gänge des angebotenen Menü’s verspeisen musste.

Also Klaus, noch mal ganz langsam; Erst das Vorspeisenbuffet, dann die Vorsuppe, dann den Hauptgang und dann das Dessert. Oder Wahlweise so wie Du das einen Abend gemacht hast noch mal 4 oder 5 Desserts bestellen! Dann klappt`s auch mit dem satt werden;-))

Ob der Erfahrung vom ersten Tag nahmen Klaus, Petra, Heidi und ich am Montag eine Auszeit vom Fahren, denn schon am Morgen hatte der Himmel seine Schleusen geöffnet!

Klaus und Petra nutzten das Hallenbad und den Whirlpool, Heidi und ich fuhren mit dem Auto nach Bozen. Lediglich Reinhard und Steffi schwangen sich voller Optimismus auf’s Bike. Der Mut sollte leider nicht belohnt werden! Siepe naß sind die beiden geworden!

Es folgte trotzdem ein schöner Abend mit viel Spaß, ich glaube das war der Abend an dem festgestellt wurde das wir eine Duracell, die mit dem Kupferkopf, unter uns haben (sorry Steffi, der musste sein) Natürlich lief das ein oder andere isotonische Getränk die Kehlen hinunter und ein oder zwei Grappa sind es wohl auch gewesen.

Tja, was soll ich sagen; Dienstag versuchten wir wieder unser Glück und es war am Anfang gar nicht schlecht! Die Sellarunde war angesagt und Mittagessen bei Hans und Anni im Castel Latemar!

Die Auffahrt zum Sellajoch nahmen wir dann schon, wie sollte es anders sein? Im Regen, aber was soll`s? Oben ist ja ein Lokal zum Kaffeetrinken und trocken werden.

Ich lernte noch zwei drahtige Radfahrerinnen aus Colorado/USA kennen die auch sehr unglücklich über die Wetterbedingungen waren aber das war eigentlich auch nicht besonders aufbauend.

Der Regen ließ dann tatsächlich nach so dass wir dann doch noch Richtung Latemare aufbrechen konnten aber der Regen ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Im leichten Regen kamen an unserer Verpflegungsstelle an.
Noch während des Essens erfolgte das mittlerweile übliche; Routenänderung, Abkürzung, ab Richtung Hotel! Na ja, es sind 2 -2,5 Stunden Fahrt im Dauerstarkregen geworden! Im Hotel angekommen lief uns das Wasser einfach so aus den Klamotten, überall wo wir lang gingen hinterließen wir eine feuchte Spur.

Nein!! Keine Schleimspur! Einfach nur Wasser.

An diesem Tag kamen wir zu der Erkenntnis dass wir eigentlich viel lieber erschöpft aber glücklich und zufrieden im Hotel ankommen würden und als erstes ein leckeres Bierchen auf den tollen Tag trinken bevor wir uns kaputt unter die Dusche schleppen würden. Aber wir machten das eben anders: Nass und fröstelnd im Hotel ankommen, jeder schnell auf’s Zimmer huschen, schnell die Klamotten runter und bloß fix unter die warme Dusche. Das Bierchen muss warten bis man selber wieder warm ist, die Klamotten im Trockenraum sind und man wieder bereit ist positiv zu denken.

Da wir aber alle positv denkende Menschlein sind bauten wir uns während des Abendessens natürlich wieder gegenseitig auf und ließen durch viel Spaß nur positive Schwingungen zu. Nur nach dem Essen sind mittlerweile aus den zwei Grappa’s vier geworden. Das nennt man glaube ich Frustbewätigung.

Ach ja, eine Anekdote des Tages soll natürlich nicht verschwiegen werden;

Am Vormittag befuhren wir ausnahmsweise mal ein trockenes stück Straße und ich als vorne weg fahrender entdeckte einen sehr schönen Wasserfall, also flink der mir folgenden Heidi Bescheid gesagt sie solle vor einer Brücke in eine Ausbuchtung fahren da ich Bilder machen will. Die Ausbuchtung war natürlich ab der Fahrbahn und na ja, wie soll ich sagen, es war halt Schotter und buckelig und nun stand Heidi auf einmal da und kam eigentlich nicht vor oder zurück.
Aber wir haben ja Helden unter uns! Reinhard, ganz Gentleman, bot an ihr Mopped wieder auf den Asphalt zu bewegen und nun setzten sich 202 cm Körper auf eine tiefer gelegte Suzuki GSR! Ein Bild zum schiessen!
Seine trockene Feststellung folgte natürlich sofort: Das ist ja ein Bonsai Motorrad!! Ihr könnt euch denken welchen Nick Bonsai äähh Heidi ab dann hatte.

Am Mittwoch erfolgte dann eine Strategieänderung: Wir fahren nur noch nach Himmel!!
Also die Richtung wo die helleren Wolken sind und es nach weniger Regen ausschaut!
Ok, auch kein guter Plan! Nach rund 60 km waren wir wieder im Hotel!
Weil - es gab keine Richtung ohne Regen.

An diesem Tag entschloss sich Klaus auch sein Mopped wieder auf den Trailer zu verladen und am Donnerstag nach dem Frühstück gen Heimat zu fahren da es ihm nun gar keinen Fahrspaß mehr machen würde.

Es folgte der übliche lustige Abend, weil wir uns die Stimmung auch von so ein wenig Wasser nicht verderben lassen. Wir haben es aber bei vier Grappa’s belassen, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir wollen ja morgen noch ein paar Pässe fahren.

Nun, ich möchte euch nicht zu sehr langweilen, darum die letzten zwei Tage in Zusammenfassung;

Wir haben unser Zielgebiet geändert und sind Donnerstag im strömenden Regen über den Staller Sattel nach Östereich gefahren um dort dann tatsächlich mehrere Stunden bei herrlichstem Wetter Kurven zu können aber kaum zurück Richtung Dolo’s fuhren wir natürlich wieder im Regen.
Am Freitag haben wir es sogar trocken bis nach Östereich geschafft, aber auf dem Rückweg waren es gefühlte 50 m hinter der italienischen Grenze als wir natürlich wieder im Regen zurück fuhren, und diesmal bekamen wir dann als Abschluss auch noch einmal so richtig Starkregen ab.

Alles in allem war es natürlich nicht so wie wir alle uns das vorgestellt haben, aber wie sagte schon unsere Duracell während der Reise? Wir haben das Beste draus gemacht!

An dieser Stelle ein Dankeschön an alle die dabei waren und speziell an Reinhard dafür das wir uns meiner Meinung nach als Tourguide’s optimal ergänzt haben.


In diesem Sinne,

LG,

Tommi

Bilder findet ihr hier:

www.der-tommi.magix.net
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